Meerforellenangeln

Das „Silber der Ostsee" – Meerforellen sind der Traum jedes Küstenanglers. Falster gehört zu den besten Meerforellenrevieren Europas mit ganzjährigen Chancen.

Königsfisch der Küste

Warum Falster?

Die Meerforelle (Salmo trutta trutta) ist die Wanderform der Bachforelle und erreicht an der dänischen Ostseeküste beeindruckende Größen von über 10 kg. Falster bietet ideale Bedingungen: nährstoffreiche Gewässer, flache Küstenabschnitte zum Waten und steinigen Untergrund.

Die Region zwischen Gedser im Süden und Stubbekøbing im Norden ist international als Hotspot bekannt. Hier finden die Forellen reichlich Nahrung in Form von Garnelen, kleinen Fischen und Borstenwürmern.

Rekord-Region

Meerforellen über 10 kg werden regelmäßig an der Ostküste Falsters gefangen. Der Durchschnitt liegt bei 2-4 kg – aber Blanke über 7 kg sind keine Seltenheit.

Meerforelle
Wann angeln?

Die beste Saison

Meerforellen können ganzjährig gefangen werden, aber einige Monate sind deutlich besser als andere.

Frühling

März - Mai
Absolute Hochsaison! Überwinterer und Aufsteiger. Beste Chancen auf große Blanke.

Sommer

Juni - August
Ruhigere Zeit, kleinere Forellen. Nachtangeln kann erfolgreich sein.

Herbst

September - November
Zweite Hochsaison! Fette, kampfstarke Forellen vor dem Aufstieg.

Winter

Dezember - Februar
Möglich bei milden Temperaturen. Schonzeit beachten (16.11.-15.1.).

Schonzeit beachten

Vom 16. November bis 15. Januar gilt Schonzeit für farbige Laichfische (erkennbar an dunkler Färbung und Laichhaken). Diese müssen schonend zurückgesetzt werden. Blanke Forellen dürfen weiterhin entnommen werden.

Hotspots

Die besten Meerforellen-Spots

Pomle Nakke

Der Klassiker schlechthin

Top-Spot Steingrund Ganzjährig

Der wohl bekannteste Meerforellenspot Falsters. Die Landzunge bei Pomle Nakke bietet tiefen Steingrund, der schnell abfällt. Hier patrouillieren die Forellen das ganze Jahr. Watfischen optimal.

Tipp: Bei Ostwind besonders gut!

Hesnæs

Traditionsreicher Angelort

Klassiker Hafen Abwechslungsreich

Der kleine Fischerhafen und die umliegende Küste ziehen Angler aus ganz Skandinavien an. Verschiedene Strukturen vom Sandgrund bis zum Tang-Gürtel. Auch bei Westwind befischbar.

Tipp: Morgens früh am Hafen!

Corselitze Skov

Wilde Küste am Waldrand

Naturbelassen Herbst Ruhe

Die Küste entlang der Corselitze-Wälder ist weniger beangelt und bietet unberührte Natur. Besonders im Herbst exzellent. Parkplatz am Waldrand, dann fußläufig zur Küste.

Gedesby

Südspitze Falsters

Süden Frühling Herbst

Am südlichsten Punkt Falsters ziehen die Forellen vorbei. Flacherer Sandgrund, aber mit guten Tangfeldern. Im Frühjahr und Herbst fängig. Ideal für Einsteiger.

Der richtige Köder

Köder & Farben

Küstenblinker

18-28g, schmale Form

Silber, Pink, Grün

Wobbler

7-12cm, flachlaufend

Naturdekore

Fliege

Streamer & Garnelen

Rot, Olive, Weiß

Gummifisch

8-12cm an Jigkopf

Weiß, Pink

Farbwahl

Klares Wasser: Natürliche, dezente Farben (Silber, Grün-Silber)
Trübes Wasser: Grelle Schockfarben (Pink, Chartreuse)
Dämmerlicht: Dunkle Farben mit guter Silhouette (Kupfer, Schwarz)

Gut gerüstet

Die richtige Ausrüstung

Spinnrute

Länge 2,70-3,30m für weite Würfe. Wurfgewicht 10-40g. Schnelle Aktion für präzise Köderkontrolle und sichere Haken bei harten Mäulern.

Stationärrolle

Größe 3000-4000 mit guter Bremse. Salzwassertaugliches Modell empfohlen. Geflochtene Schnur 0,12-0,15mm, Tragkraft 8-12 kg.

Wathose

Neopren (4-5mm) für kalte Monate, atmungsaktiv für Sommer. Watgürtel als Sicherheit! Filzsohle für rutschigen Steingrund.

Polarisationsbrille

Unverzichtbar! Filtert Reflexionen, zeigt Strukturen unter Wasser, manchmal auch jagende Fische. Schützt zudem vor Hakenverletzungen.

Checkliste: Was noch in die Tasche gehört

  • Kescher (Gummiert)
  • Maßband
  • Hakenlöser / Zange
  • Köderbox mit Auswahl
  • Ersatzvorfächer (Fluorocarbon)
  • Seitenschneider
  • Angelschein (PDF auf Handy)
  • Stirnlampe (für Dämmerung)
  • Erste-Hilfe-Set
Erfolgstipps

So fangen Sie Meerforellen

Früh aufstehen

Die erste und letzte Stunde Tageslicht sind am produktivsten. Meerforellen jagen in der Dämmerung besonders aktiv im Flachwasser.

Wind beachten

Leichter auflandiger Wind trübt das Wasser und aktiviert die Forellen. Windstille und Sonnenschein machen sie vorsichtiger.

Langsam führen

Meerforellen mögen es gemächlich. Gleichmäßiger Einzug mit kurzen Stopps – wie ein schwimmendes Kleintier.

Parallel werfen

Werfen Sie parallel zur Küste, nicht senkrecht. Die Forellen patrouillieren entlang der Tangkante und der Steinfelder.

Geduld haben

Ein Spot braucht Zeit. Mindestens 30 Minuten befischen, bevor Sie weitergehen. Die Forellen ziehen in Intervallen vorbei.

Polarisationsbrille

Unverzichtbar! Sie sehen Fischschwärme, Tangfelder und Steinstrukturen. Außerdem schützt sie vor Hakenunfällen.

Petri Heil!

Auf zur Silberjagd

Die Fähre Rostock-Gedser bringt Sie in 2 Stunden ins Meerforellenparadies. Denken Sie an den Angelschein!