Rund 1 km textilfreier Abschnitt im Süden des Marielyst-Strands — hinter der Düne grasen Konik-Ponys, vor der Tür liegt eines der wichtigsten Vogelschutzgebiete der dänischen Ostsee.
Der FKK-Strand Bøtø ist kein eigener Strand, sondern ein rund 1 km langer Abschnitt am südlichen Ende des Marielyst-Strands — direkt dort, wo das Ferienhausgebiet aufhört und das Naturreservat Bøtøskoven beginnt. Wer in Marielyst Torv startet und auf dem Deichweg „Diget" Richtung Süden radelt, ist nach etwa 20 Minuten da.
Der Sand ist derselbe puderweiße wie auf dem ganzen Marielyst-Strand. Das Wasser fällt flach ab, der Salzgehalt liegt bei nur 8,53 ‰ — deutlich weniger als in der Nordsee, das tut empfindlicher Haut gut. Im Sommer pendelt die Wassertemperatur um 17 °C, im Juli sind über 20 °C drin. Die Wasserqualität ist mit der Blauen Flagge ausgezeichnet.
Was diesen Abschnitt eigen macht, liegt nicht am Strand, sondern dahinter: In den 153 ha von Bøtøskoven leben Konik-Wildpferde und Schottische Hochlandrinder halbwild in der Landschaftspflege. Wenige Schritte weiter beginnt das Bøtø Nor — Natura-2000-Gebiet seit 1976, im Frühjahr und Herbst Rastplatz für Zehntausende Zugvögel. Zwei Beobachtungstürme, einer davon barrierefrei, machen das mit. So konkret naturnah ist Strandurlaub in Dänemark selten.
Sechs konkrete Dinge, die du anderswo auf Falster so nicht findest.
Das angrenzende Bøtø Nor ist seit 1976 EU-Vogelschutzgebiet und heute Teil des Natura-2000-Netzes. 110 ha Reservat in einem 400 ha großen Naturgebiet — die Bauphase hier ist vorbei, es bleibt, wie es ist.
In den 153 ha von Bøtøskoven leben Konik-Wildpferde und Schottische Hochlandrinder ganzjährig im Freien. Sie halten die Landschaft offen — die zerklüftete Mischung aus Dünen, Heide und Wald geht auf ihre Hufe und Mäuler zurück.
Im Frühjahr und Herbst rasten am Bøtø Nor Zehntausende Zugvögel. Brutvögel: Kraniche, Seeadler, Karmingimpel. Zwei Beobachtungstürme machen die offene Wasserfläche einsehbar — der nördliche ist barrierefrei zugänglich.
Mit 8,53 ‰ Salzgehalt ist die südliche Ostsee deutlich milder als die Nordsee. Brennt nicht in den Augen, ist gut für empfindliche Haut — und der Sand bleibt nach dem Bad nicht so am Körper kleben wie im Atlantik.
Mitten im Reservat steht eine alte Dampfpumpenstation, die das Marschland einst trockenlegte. Heute Museum — und ein Stück Industriegeschichte, das auf Falster fast nirgends sonst noch zu besichtigen ist.
In Bøtøskoven fliegen der Spiegelfalter und der Schwarze Feuerfalter — letzterer war in Dänemark fast ausgestorben und ist seit 1991 wieder zurück. Mit etwas Geduld an warmen Tagen am Wegrand zu sehen.
Die beiden Namen werden gern verwechselt: Bøtø Nor ist die offene Wasserfläche samt Schilfgürtel — 110 ha Vogelreservat in einem 400 ha großen Naturgebiet, seit 1976 EU-Vogelschutzgebiet. Bøtøskoven ist der angrenzende Mischwald mit Dünen und Heide, 153 ha groß, in Besitz der dänischen Naturstiftung „Den Danske Naturfond".
In Bøtøskoven leben Konik-Wildpferde und Schottische Hochlandrinder halbwild — sie sorgen mit ihren Hufen und ihrem Appetit dafür, dass Sandheide, lichter Wald und Magerwiesen offen bleiben. Davon profitieren seltene Schmetterlinge wie der Spiegelfalter und Brutvögel wie der Karmingimpel.
Am Bøtø Nor selbst lohnen sich die beiden Beobachtungstürme. In den Zugzeiten (April/Mai und September/Oktober) rasten hier Tausende Gänse, Enten und Watvögel; Seeadler ziehen fast täglich ihre Runde. Mitten im Reservat steht die Dampfpumpenstation von 1901, die das Marschland im 19. Jahrhundert trockenlegte — heute als Museum.
Kleiner Tipp: Die kommentierte Naturlandet-App führt auf Deutsch durch das Gebiet — kostenlos, offline-tauglich, mit GPS-Stationen.
Respekt ist oberstes Gebot: Jeder darf hier sein, wie er möchte. Starren oder unangemessenes Verhalten sind tabu.
Fotografieren nur mit Erlaubnis: Mach keine Fotos von anderen Strandbesuchern ohne deren ausdrückliche Zustimmung.
Handtuch dabei: Aus hygienischen Gründen gehört auf jede Sitzfläche ein Handtuch.
Müll mitnehmen: Was du mitbringst, nimmst du auch wieder mit. Der Strand bleibt sauber.
Sonnenschutz nicht vergessen: Es gibt keinen Schatten am Strand. Sonnencreme und ein Sonnenschirm sind Pflicht.
Wasser und Snacks mitbringen: Es gibt keine Kioske oder Verkaufsstände. Pack genug Verpflegung ein.
Festes Schuhwerk für den Weg: Der Weg durch die Dünen kann sandig und uneben sein.
Fernglas mitnehmen: Für Vogelbeobachtung und die Wildpferde in den Dünen – du wirst es nicht bereuen.
Von der Fähre in Gedser sind es 15 Minuten Auto, von Marielyst Torv 20 Minuten Rad.
Über die Bøtø Ringvej Richtung Süden, der Beschilderung „Bøtø Skov" folgen. Am Wendekreis am Waldrand gibt es einen kostenlosen Naturparkplatz. Von dort sind es etwa 5 Minuten zu Fuß durch die Düne zum Strand. Von der Scandlines-Anlegestelle Gedser sind es rund 15 Minuten Fahrt.
Vom Marielyst Torv aus auf den Deichweg „Diget" und immer geradeaus nach Süden — flach, gut befahrbar, ca. 20 Minuten. Der Diget ist Teil des Ostseeküsten-Radwegs und führt direkt am Strand entlang.
Vom Strandabgang am Marielyst Torv aus immer nach Süden. Nach etwa 2,5–3 km — dort, wo die Ferienhäuser hinter der Düne aufhören und der Wald beginnt — fängt der textilfreie Abschnitt an. Eine offizielle Beschilderung gibt es nicht, der Übergang ergibt sich.
Karte: OpenStreetMap-Mitwirkende — Marker zeigt den FKK-Abschnitt vor Bøtøskoven.
Scandlines fährt etwa alle zwei Stunden von Rostock nach Gedser (Hybridfähren „Berlin" und „Copenhagen", Überfahrt ca. 2 h). Von Gedser sind es rund 15 km bis Bøtøskoven, je nach Saison etwa 15 Auto-Minuten. Preise je nach Datum, einfache Fahrt ohne Fahrzeug ab ca. 51–54 €, mit PKW ab ca. 87 €.