Konik-Wildpferde im Bøtøskoven, 600 Jahre alte Valdemarseiche bei Corselitze, 130.000 Eiderenten am Gedser Odde im Frühjahr – sechs Schutzgebiete auf gerade mal 514 km².
Falster ist landwirtschaftlich geprägt – und genau deshalb sind die wenigen geschützten Flächen so wertvoll. Sechs Gebiete fallen unter unterschiedliche Schutzkategorien: EU-Natura-2000 (Bøtø Nor, Hannenov/Ovstrup), Den Danske Naturfond (Bøtøskoven), Privatbesitz mit Wegerecht (Corselitze), Hochmoor (Horreby Lyng) und Bodendenkmal-Wald (Halskov Vænge).
Alle sechs sind frei zugänglich, ein Tagesausflug verbindet 3–4 davon problemlos. Aber: jedes Gebiet hat eigene Regeln. Holzstege im Moor, Leinenpflicht im Vogelreservat in der Brutzeit, kein Verlassen der Wege im Urwald. Unten findest du die Kurz-Regeln und je Gebiet, was dich erwartet.
Jedes Gebiet erzählt seine eigene Geschichte
110 ha Vogelreservat (Teil eines 400 ha Naturgebiets), EU-Vogelschutzgebiet seit 1976. Zwei Beobachtungstürme (einer barrierefrei), brütende Kraniche und Seeadler. Daneben die Dampfpumpenstation von 1901, heute Museum.
Zum Vogelreservat536 ha zusammenhängendes Waldgebiet, seit 2024 offiziell Urwald (Wanderweg von Königin Mary eingeweiht). Mittendrin: Falsters Virke, eine 1,3 km lange Wallanlage aus der Eisenzeit, und 300-jährige Sparekasse-Eichen.
Zum Urwald153 ha Kiefernwald-Strand-Mosaik, gepflegt von Den Danske Naturfond durch ganzjährige Beweidung: Konik-Pferde und Schottische Hochlandrinder leben hier ohne Stall. Hauptstandort des Schwarzen Feuerfalters (seit 1991 wieder in DK) und Brutgebiet des Karmingimpels.
Zu den Wildpferden78 Bodendenkmäler – 6 Steindolmen und 72 Grabhügel – verstecken sich zwischen Eichen, die nach dem Orkan 1967 urwaldartig zurückgewachsen sind. 2,4 km Rundweg, Rasthaus, Grillplatz. H. C. Andersen war 1850 hier. Eintritt frei.
Steinzeit erlebenEines der letzten Hochmoore Dänemarks. Holzstege führen durchs empfindliche Moor, ein etwa 5 km langer Rundweg verbindet Heide, Birkenbruch und Aussichtspunkt. Wege nicht verlassen – Trittsiegel halten hier Jahrzehnte.
Ins MoorPrivatbesitz mit öffentlichem Wegerecht. Hier steht die Valdemarseiche – Dänemarks größter Baum nach Volumen, rund 600 Jahre alt. Dazu klassizistisches Herrenhaus (1774–77), englischer Landschaftsgarten und der Küstenpfad Kyststien Corselitze (Pomle Nakke).
Zum Riesen-BaumDiese Regeln schützen die Natur – und dein Erlebnis. Respekt zahlt sich aus.
Verlasse markierte Pfade nicht. Trampelpfade zerstören empfindliche Vegetation und stören Brutvögel.
In Naturschutzgebieten müssen Hunde angeleint sein – besonders während der Brutzeit (1. April - 15. Juli).
Pflanzen, Steine, Tiere – alles bleibt, wo es ist. Nur Fotos mitnehmen, nur Fußabdrücke hinterlassen.
Lärm vertreibt Tiere. Genieße die Stille – sie gehört zum Erlebnis.
Was du mitbringst, nimmst du wieder mit. Keine Ausnahmen. Auch kein Bio-Müll.
Offenes Feuer ist verboten. Rauchen ebenfalls. Waldbrandgefahr ist real.
Von Rostock nach Gedser – in 2 Stunden bist du da. Die Fähre bringt dich direkt zu Falsters Naturparadiesen. Wildpferde, Seeadler und uralte Wälder warten auf dich.
Bildnachweise: Hero und OG-Bild: Foto „Wild Konik horses" von Roy van Wijk, CC BY 2.0. · Bøtøskoven-Card: Foto „Konik horses" von Industrees, CC0 1.0. Alle Wikimedia-Bilder skaliert und in WebP konvertiert. · Weitere Card-Fotos (Bøtø Nor, Hannenov, Halskov, Horreby Lyng, Valdemarseiche) – siehe Bildnachweise.