Wer auf der E47 von Gedser Richtung Kopenhagen fährt, übersieht Eskilstrup
leicht: ein Bahnhofsdorf zwischen Feldern, rote Backsteindächer, eine
Tankstelle. Genau hier liegen aber drei Falster-Adressen, an denen sich
ein Halt lohnt – und ein Fund, der 2024 ganz Dänemark überrascht hat.
Erstens: der Krokodille Zoo. Mit über 80 Krokodilen aller
Arten der Welt, einem 800 m² großen Indoor-Spielparadies und „Sobek“ – Europas
größtem Krokodil, gut über 5 m lang. Zweitens das Dansk Traktormuseum
an der Egesnipvej, eine private Sammlung historischer Landmaschinen, betrieben
mit der Sturheit, die nur ehrenamtliche Liebhaber aufbringen. Und drittens
der Falster Golfklub in Virket, gut 5 km westlich – einer der
spielerisch besten Plätze des Landes.
Dazu kommt das Stück Geschichte unter den Feldern: Im Frühjahr 2024 stießen
Archäologen bei Eskilstrup auf eine 5.000 Jahre alte Siedlung der
Trichterbecherkultur – Pfostenlöcher, Keramikscherben, Werkzeuge aus
Feuerstein. Über Tage wurde berichtet, jetzt liegt die Fläche wieder unter
Wintergetreide. So leise wie der Fund auftauchte, so still ist Eskilstrup
sonst auch. Das ist Teil der Eigenschaft.