Alles, was du über das Radfahren auf Falster wissen musst: Von der Anreise mit der Fähre bis zur besten Route für deine Ansprüche.
Ja, die Scandlines-Fähre Rostock-Gedser nimmt Fahrräder problemlos mit. Die Mitnahme kostet ca. 40 DKK (etwa 5 Euro) pro Rad und Strecke. E-Bikes sind ebenfalls erlaubt – die Akkus müssen während der Überfahrt am Rad bleiben.
Check-in für Radfahrer ist 30 Minuten vor Abfahrt am separaten Radfahrer-Schalter. Auf dem Schiff gibt es sichere Abstellmöglichkeiten im Fahrzeugdeck.
Die Berlin-Kopenhagen-Radroute (Nationalroute 9) beginnt direkt am Fährterminal Gedser. Wenn du das Schiff verlässt, folgst du den blauen Schildern mit der "9". Die Beschilderung führt dich sicher durch Gedser und weiter Richtung Norden.
Am Fährhafen gibt es auch eine Toilette, einen kleinen Kiosk und Sitzgelegenheiten zum Vorbereiten der Tour.
Die Scandlines-Fähre verkehrt bis zu 10 Mal täglich in jede Richtung. Die Überfahrt dauert 2 Stunden. Die erste Fähre ab Rostock fährt gegen 5:45 Uhr, die letzte gegen 22:30 Uhr (Sommer). Im Winter kann der Fahrplan eingeschränkter sein.
Tipp: Für Radfahrer empfehlen wir eine Fähre am Vormittag, damit du entspannt auf Falster ankommst und noch Zeit zum Radeln hast.
Eine Vorab-Buchung ist nicht zwingend erforderlich, aber in der Hauptsaison (Juni-August) und an Wochenenden empfehlenswert. Du kannst das Fahrradticket zusammen mit deinem Personenticket auf scandlines.de buchen.
Ohne Buchung kaufst du dein Ticket am Schalter in Rostock-Warnemünde – plane dann etwas mehr Zeit ein.
Für Anfänger empfehlen wir die Sundruten (44 km) oder die Route Det sydligste Danmark (34 km). Beide sind komplett flach, gut ausgeschildert und bieten viele Pausenmöglichkeiten.
Die Sundruten ist ein Rundkurs mit Start und Ziel in Nykøbing F. – du kannst jederzeit abkürzen. Die südliche Route führt von Marielyst zu den wilden Ponys im Bøtøskoven und zum südlichsten Punkt Dänemarks.
Nein, praktisch keine! Falster ist eine der flachsten Inseln Dänemarks. Der höchste Punkt liegt bei gerade einmal 44 Metern über dem Meeresspiegel. Die Radwege verlaufen größtenteils auf Meeresniveau – perfekt für entspanntes Radeln ohne Anstrengung.
Lediglich einige Brücken haben kurze, sanfte Anstiege, die aber für jeden problemlos zu bewältigen sind.
Die Radwege auf Falster sind überwiegend in gutem bis sehr gutem Zustand:
Normale Tourenräder sind für alle Strecken geeignet. Rennräder mit schmalen Reifen (unter 25mm) könnten auf den Schotterabschnitten Probleme haben.
Ja! Alle Hauptrouten sind als GPX-Dateien verfügbar. Du kannst sie in deiner Navi-App (Komoot, Outdooractive, OsmAnd etc.) oder auf einem Garmin-Gerät verwenden.
Noch einfacher: Lade die kostenlose App "Naturlandet Lolland-Falster" herunter. Sie enthält alle Routen mit Offline-Navigation und ist auf Deutsch verfügbar.
Für Familien empfehlen wir besonders:
Alle Strecken sind flach, verkehrsarm und gut ausgeschildert. Rechne mit 10-12 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit inklusive Pausen.
Ja, es gibt mehrere Fahrradverleiher auf Falster:
Preise beginnen bei ca. 100 DKK (ca. 13 Euro) pro Tag für ein Tourenrad.
Ein normales Tourenrad oder Trekkingrad ist ideal. Durch das flache Gelände brauchst du keine besondere Gangschaltung – 7-21 Gänge reichen völlig aus.
E-Bikes sind praktisch, aber nicht notwendig. Sie lohnen sich vor allem bei längeren Tagestouren (50+ km) oder wenn du häufig Gegenwind hast.
Rennräder sind möglich, aber auf den Schotterabschnitten nicht optimal. Wähle breitere Reifen (25mm+), wenn du sportlich unterwegs sein willst.
Ja, in Nykøbing Falster gibt es eine Fahrradwerkstatt, die auch Ersatzteile vorrätig hat. Die Verleiher (Larsson-Bikes, Mærk Outdoor) bieten bei gemieteten Rädern auch Pannenhilfe an.
Für unterwegs: An vielen Rastplätzen stehen öffentliche Luftpumpen. Nimm trotzdem ein eigenes Flickzeug und eine Mini-Pumpe mit.
Nein, in Dänemark gibt es keine gesetzliche Helmpflicht – weder für Erwachsene noch für Kinder.
Trotzdem empfehlen wir dringend, immer einen Helm zu tragen. Die dänischen Radwege sind zwar sicher, aber bei Stürzen schützt ein Helm vor schweren Kopfverletzungen.
Tipp: Bringe deine eigenen Helme mit – sie sitzen besser als Leihhelme.
Die beste Radreisezeit ist von Mai bis September:
Falster ist die sonnenreichste Region Dänemarks mit durchschnittlich 1.800 Sonnenstunden im Jahr.
Dänisches Wetter ist wechselhaft – Regenschauer gehören dazu! Aber sie gehen meist schnell vorbei.
Unsere Empfehlung:
Die Wetter-App "DMI" (dänischer Wetterdienst) liefert genaue lokale Vorhersagen.
Ja, als Insel in der Ostsee kann es auf Falster windig sein, besonders an der Küste. Der Wind kommt meist aus westlichen Richtungen.
Tipps gegen den Wind:
Falster bietet viele Übernachtungsmöglichkeiten für Radreisende:
Shelter sind einfache, überdachte Schlafplätze in der Natur – eine dänische Besonderheit! Sie sind kostenlos und bieten Platz für 4-6 Personen.
So funktioniert's:
Die wichtigsten Orte mit Verpflegung:
Tipp: Sonntags sind kleinere Supermärkte oft geschlossen. Kaufe samstags ein!
Ja, sehr! Dänemark gilt als eines der sichersten Länder zum Radfahren. Auf Falster gibt es:
Trotzdem: Helm tragen, Licht anmachen (auch tagsüber bei schlechter Sicht) und die Verkehrsregeln beachten.
Vorbereitung ist alles: Nimm immer mit:
Bei größeren Problemen:
Notruf: 112 (Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst – wie in ganz Europa)
Nicht lebensbedrohliche Situationen: 114 (dänische Polizei)
Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 1813 (Region Sjælland, zu der Falster gehört)
Krankenversicherungskarte (EHIC) mitbringen! Damit werden EU-Bürger in Dänemark kostenfrei behandelt.
Du hast eine Frage, die hier nicht beantwortet wird? Schreib uns – wir helfen gerne weiter!
Kontakt aufnehmenJetzt weißt du alles, was du wissen musst. Buche deine Fähre, wähle deine Route und entdecke Falster auf zwei Rädern!