Auf der Landkarte sind es drei Inseln. Im Urlaub fühlt es sich an wie eine Region. Brücken statt Fähren, flaches Land, kurze Wege — und in einer halben Stunde wechselst du vom Sandstrand zur Safari, von der Safari zu den Kreidefelsen. Hier ist dein Guide für den ganzen Süden Dänemarks.
Die meisten kommen wegen Falster — wegen Marielyst, dem langen Sandstrand, der dänischen Sonneninsel. Und dann passiert etwas: Du merkst, dass die Nachbarn gleich nebenan liegen. Lolland erreichst du über die Brücke bei Nykøbing in zehn Minuten. Møn liegt im Nordosten, eine knappe Autostunde weg, ebenfalls über Brücken. Keine Fähre, kein Fahrplan, kein Umsteigen.
Genau das macht den Süden Dänemarks so besonders. Du wohnst einmal — am besten im Ferienhaus auf Falster — und hast trotzdem drei Inseln vor der Tür. Jede mit ihrem eigenen Charakter: Falster ist der Strand, Lolland das weite Land mit den großen Erlebnissen, Møn die Dramatik aus Kreide und Sternenhimmel. Zusammen ergeben sie einen Urlaub, der nie eintönig wird — und der trotzdem entspannt bleibt, weil die Wege so kurz sind.
Du musst dich nicht entscheiden. Aber gut zu wissen, wofür jede Insel steht — dann planst du deine Tage leichter.
Hier schlägst du dein Quartier auf. 20 Kilometer puderweißer Sand bei Marielyst, flaches Wasser für die Kleinen, dahinter Dünen und Wald. Im Süden Gedser Odde, der südlichste Punkt Dänemarks, im Norden das alte Nykøbing F. mit dem Mittelalterzentrum.
Lolland ist flach, grün und überraschend vielseitig. Hier steht Knuthenborg, der größte Safaripark Nordeuropas, hier liegen die stillen Maribo-Seen mit dem Dom, das hübsche Hafenstädtchen Nysted und in Rødby das riesige Badeland Lalandia — Schlechtwetter-Versicherung inklusive.
Møn ist anders. Statt flach und sanft: weiße Kreidefelsen, die 120 Meter steil ins türkise Meer fallen. Dazu das GeoCenter, der romantische Schlosspark Liselund, die alten Kirchen mit ihren Kalkmalereien — und nachts der dunkelste Himmel des Landes, Dänemarks erster Dark Sky Park.
„Morgens die Füße im Sand von Marielyst, mittags Giraffen im Knuthenborg, abends die Kreidefelsen von Møn im Sonnenuntergang — und das alles ohne eine einzige Fähre."— So sieht ein Tag in der Region wirklich aus
Kein Pflichtprogramm — nur eine Idee, wie sich die Region in sieben Tagen anfühlen kann. Mit genug Strand dazwischen, versprochen.
Fähre ab Rostock, Ferienhaus beziehen, ab an den Marielyst-Strand. Eis, Füße ins flache Wasser, nichts müssen. Der erste Tag gehört dem Ankommen.
Über die Brücke nach Lolland zum größten Safaripark Nordeuropas. Mit dem eigenen Auto durch die Gehege — Nashörner, Giraffen, Zebras. Ein ganzer Tag.
Früh los Richtung Møns Klint. Die Treppe runter an den Strand, Donnerkeile suchen, oben das GeoCenter. Abends bleibst du für den Sternenhimmel.
Ruhigerer Tag: Middelaldercentret bei Nykøbing F., danach durchs alte Lateinerviertel bummeln, Kanelsnegl und Kaffee. Strandabend zum Abschluss.
Die stille Seite Lollands: die Maribo-Seen, der Dom, das Hafenstädtchen Nysted mit dem Schloss Aalholm. Viel Natur, wenig Trubel.
Zurück Richtung Møn, diesmal das winzige Nyord mit seinen Salzwiesen und Vögeln. Unterwegs ein Stopp auf der Brückeninsel Bogø. Tempo: langsam.
Letzter Tag, letzter Strandtag. Noch einmal Marielyst, noch ein Eis, dann gemütlich zur Fähre. Mit dem Gefühl, längst nicht alles gesehen zu haben.
Wenn das Wetter mal nicht mitspielt: das Badeland Lalandia in Rødby auf Lolland. Drinnen tropisch warm, egal was draußen passiert.
Juni bis August für Strand und Baden. Mai und September sind ruhiger, günstiger und oft erstaunlich sonnig — der Süden ist Dänemarks niederschlagsärmste Ecke.
Für die ganze Region bist du mit dem Auto am flexibelsten — die Brücken machen alles erreichbar. Wer lieber radelt: das Land ist flach, die Wege sind top.
Als Basis ideal: zentral zwischen allen drei Inseln, riesige Auswahl rund um Marielyst und Bøtø, oft mit Holzofen. Von hier sind die Tagesziele alle in Reichweite.
Bleib mindestens einen Abend auf Møn, wenn der Himmel klar ist. Der Dark Sky Park zeigt dir einen Sternenhimmel, den du zu Hause garantiert nicht siehst.
Nein. Die drei Inseln sind untereinander mit Brücken verbunden — du fährst ganz normal mit dem Auto oder Rad von einer zur nächsten. Eine Fähre brauchst du nur für die Anreise: Rostock–Gedser bringt dich in zwei Stunden nach Falster.
Für einen guten ersten Eindruck ja. Du wohnst auf Falster und machst Tagesausflüge nach Lolland und Møn — die Wege sind kurz. Wer alles in Ruhe sehen und genug Strandtage einbauen will, plant eher zehn bis vierzehn Tage.
Alle drei, je nach Tag. Falster punktet mit flachem Strand, Lolland mit Knuthenborg-Safari und dem Badeland Lalandia, Møn mit Kreidefelsen-Abenteuer und Fossiliensuche am Strand. Gerade die Mischung macht die Region so familienfreundlich.
Als zentrale Basis empfehlen wir ein Ferienhaus auf Falster, am besten rund um Marielyst oder Bøtø. Von dort erreichst du Lolland in Minuten und Møn in gut einer Stunde — und hast abends den eigenen Strand vor der Tür.
Scandlines fährt bis zu zwölfmal täglich von Rostock nach Gedser auf den Hybridfähren „Copenhagen" und „Berlin". In Gedser rollst du von Bord — und hast Falster, Lolland und Møn vor dir. Tipp: Ferienhaus mit Holzofen filtern, dann ist auch der Regentag gerettet.
Mehr zur Überfahrt: Rostock–Gedser im Überblick.
Bildnachweise: OG/Twitter- und Inline-Bild „Marielyst Strand“ — pierler, CC BY-SA 3.0. Das Inline-Bild ist zusätzlich mit `<figcaption>` direkt am Bild attributiert. Alle Bilder skaliert, teilweise in WebP konvertiert. Vollständige Übersicht: Bildnachweise.