Die legendäre Fernroute auf 64 Kilometern durch Falster: Vom Fährhafen Gedser durch den südlichsten Teil Dänemarks bis zu den Farø-Brücken Richtung Kopenhagen.
Der Berlin-Kopenhagen-Radweg (Nationalroute 9) verbindet die beiden Hauptstädte auf insgesamt 630 km. Falster ist dabei das erste Stück Dänemark, das du nach der Fährüberfahrt von Rostock erreichst. Die 64 km auf der Insel sind komplett flach und perfekt ausgeschildert.
Die Route wurde 2001 offiziell eingeweiht und ist seitdem eine der beliebtesten Radfernwege Europas. Auf Falster fährst du auf einer Mischung aus asphaltierten Radwegen, ruhigen Landstraßen und gut befestigten Schotterwegen. Die Beschilderung ist durchgängig mit dem blauen Schild der Nationalroute 9 markiert.
Start direkt am Fährterminal Gedser. Die ersten Kilometer führen durch die Kleinstadt mit dem markanten Wasserturm von 1924 und der Gedser Remise, einem Eisenbahnmuseum in einem historischen Lokschuppen. Der Weg verläuft zunächst parallel zur Hauptstraße, biegt dann in ruhige Landstraßen nach Gedesby ein. Tipp: Ein kurzer Abstecher (2 km) führt zum Gedser Odde, dem südlichsten Punkt Dänemarks.
Diese Etappe führt durch eine der naturreichsten Gegenden Falsters. Am Bøtø Nor kannst du Wasservögel beobachten – ein wichtiges Brutgebiet für Löffler und Säbelschnäbler. Im angrenzenden Bøtøskoven grasen wilde Konik-Ponys und Exmoor-Ponys, die als natürliche Landschaftspfleger eingesetzt werden. Der Wald ist frei zugänglich. Option: Vom Radweg ist ein Abstecher zum Marielyst Strand nur 1,5 km – perfekt für eine Badepause an Dänemarks bestem Familienstrand.
Die längste Etappe führt durch das landwirtschaftliche Herzland Falsters. Du fährst vorbei an Rapsfeldern, Obstplantagen und historischen Gutshöfen. In Nykøbing Falster, der Hauptstadt der Insel, lohnt sich ein ausgiebiger Stopp. Das Middelaldercentret ist ein lebendiges Freilichtmuseum des Mittelalters mit Ritterturnieren und Handwerksvorführungen. Die Klosterkirche aus dem 13. Jahrhundert und der historische Czarens Hus (wo Zar Peter der Große 1716 übernachtete) sind weitere Highlights im Stadtzentrum.
Diese malerische Etappe verläuft entlang des Guldborgsund mit ständigem Blick auf die Nachbarinsel Lolland. Du passierst kleine Fischerdörfer und den idyllischen Hesnæs Hafen, wo im Sommer Räucherfisch verkauft wird. In Stubbekøbing lohnt ein Besuch des historischen Hafenviertels – von hier fuhr bis 1984 die Fähre nach Bogø. Das Stubbekøbing Motorrad- und Radiomuseum zeigt eine beeindruckende Sammlung. Gute Übernachtungsmöglichkeiten für eine Zweiteilung der Strecke.
Der letzte Abschnitt auf Falster führt durch flaches Weideland zur kleinen Insel Farø. Hier erwartet dich einer der Höhepunkte der gesamten Route: die Farø-Brücken. Die 1985 eröffnete Brückenkonstruktion überspannt den Storstrøm und bietet spektakuläre Aussichten auf die Ostsee. Auf Farø selbst gibt es einen kleinen Rastplatz mit Picknicktischen. Von hier sind es noch ca. 100 km bis Kopenhagen über Seeland.
Die optimale Zeit für den Berlin-Kopenhagen-Radweg ist von Mai bis September. Im Hochsommer (Juli/August) sind die Tage am längsten und das Wetter am stabilsten, allerdings sind auch mehr Radfahrer unterwegs. Der Frühsommer (Mai/Juni) bietet blühende Rapsfelder und angenehme Temperaturen. Im Herbst (September) ist es ruhiger, und die Landschaft zeigt sich in goldenen Farben.
Die Strecke auf Falster besteht zu ca. 70% aus asphaltierten Radwegen, 20% ruhigen Landstraßen und 10% gut befestigten Schotterwegen. Alle Abschnitte sind mit normalen Tourenrädern problemlos befahrbar. Rennräder mit schmalen Reifen könnten auf den Schotterabschnitten Schwierigkeiten haben.
Entlang der Strecke gibt es ausreichend Möglichkeiten zur Verpflegung:
Für Radreisende gibt es verschiedene Übernachtungsoptionen:
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Entlang der Route gibt es Campingplätze, B&Bs und Hotels. Beliebte Stopps: Marielyst, Nykøbing F. oder Stubbekøbing.
Fahrradwerkstätten und Verleiher gibt es in Nykøbing F. und Marielyst. Luftpumpen stehen an vielen Rastplätzen.
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